Der Wasserreichtum des Harzes, den die reichen Niederschläge im Gebirge
hervorrufen, beschwor früher immer wieder Gefahren für die Bewohner des
Bodetales und des Harzvorlandes herauf. Die Schneeschmelze und Unwetter
führten oft zu großen Überschwemmungen. Dem Einhalt zu gebieten und
gleichzeitig das kostbare Wasser wirtschaftlich zu nutzen machten den Bau
des Talsperrensystems Bodewerk notwendig.
Kernstück des Talsperrensystems ist die Rappbodetalsperre und ist mit
einer Höhe von 106 m die größte deutsche Talsperre.
Vom Höhlenort Rübeland sind es 5 km bis zur Talsperre. Vor dem Straßentunnel befindet sich auf der linken Seite ein Großparkplatz mit Aussichtsplattform.
So sehr die Bode durch den Menschen
benötigt und benutzt wurde, so sehr war sie
auch gefürchtet.
Das letzte große Hochwasser erlebte das
Bodetal zur Jahreswende 1925/1926.
Nachdem bis kurz vor Weihnachten über-
durchschnittlich viel Schnee gefallen war,
begann es am 29. und 30.Dezember durch
Warmluft und starke Niederschläge
extrem zu tauen, es fielen im Gebiet des
Brockens an diesen Tagen bis zu 74 Liter
Regen pro Quadratmeter Bodenfläche.
Die Rappbodetalsperre hat ein Fassungsvermögen von 109,1 Millionen Kubikmetern und eine Wasserfläche
von 390 Hektar. Sie besitzt eine Höhe von 106 m und eine Kronenlänge von 415 m, wobei eine Sockelbreite von
78 m erreicht wird. Sie ist eine sogenannte Gewichtsstaumauer und besteht aus insgesamt 2,1 Millionen Tonnen Beton.
Seine wohl härteste Bewährungsprobe hatte das Talsperrensystem Mitte April 1994 zu bestehen. Seit der
Jahreswende gab es überdurchschnittliche Niederschlagsmengen. Die Talsperre füllten sich immer mehr. Um die Hochwasserschutzräume freizuhalten, wurde kontinuierlich Wasser abgeleitet.
Dann kamen jedoch die Regengüsse des 12. und 13. April. Am 13.April ist bei der Wendefurther Talsperre der
Vollstau erreicht. Zum zweiten Mal seit ihrem Bestehen droht die Talsperre überzulaufen. Bald darauf stürzen
110 Kubikmeter Wasser je Sekunde die fünf Überläufe hinunter. Alle anderen Talsperren des Systems haben ebenfalls ihr Fassungsvermögen erreicht und laufen über.
Weitere Informationen erhalten Sie auf den Rübeland-Seiten.