Der berühmte Felsgipfel (403 m) oberhalb des linken Bodeufers gilt als eine der großartigsten
Felspartien nördlich der Alpen. Seit Jahrhunderten ranken sich um das Granitmassiv zahlreiche Sagen
Sage:
Die Königstochter Brunhilde wurde vom wilden Böhmenkönig Bodo
verfolgt, der sie gegen ihren Willen heiraten wollte.
In ihrer Todesangst
wagte die Prinzessin den tollkühnen Sprung vom Hexentanzplatz über
die Felsenschlucht des Bodetals. Der Huf ihres Rosses prägte sich beim
Aufprall auf das gegenüberliegende Felsplateau tief in den Steinen,
Bodos Pferd versagte und stürzte mit dem Reiter in den Fluß. Dort
bewacht er, in einen schwarzen Hund verwandelt, noch heute die Krone
der Königstochter, die diese bei dem Sprung verlor.
Geschichte:
Unweit des Trappefelsen stand wahrscheinlich in frühgeschichtlicher
Zeit eine Wallburg genannt "Winzenburg". Der hohe Wall bot in Notzeiten Schutz für Mensch und Tier, gleichzeitig bildete er wahrscheinlich einen abgegrenzten Bereich heidnischer Götterverehrung.
Wanderwege:
Von der Thale Information geht es durch den Friedenspark und die
Hubertusstraße in das Bodetal. Über den Präsidentenweg
(steiler Aufstieg, ca. 1 Std.) erreichen Sie die Roßtrappe. Rückweg über
die Schurre (steiler Abstieg, ca. 1Std.) - Bodetal - zur Thale
Information
. Die Wanderung ist auch umgekehrt möglich.
Die Schurre:
Die Schurre windet sich in 18 Kehren (Kurven) steil empor zur Roßtrappe. Sie wurde 1864 gebaut und zum Teil gepflastert. Der Name
entstammt mit hoher Wahrscheinlichkeit einer geomorphologischen
Erscheinung: Durch sehr intensive Frostverwitterung während des
Pleistozäns kam es an diesem Südhang zur Bildung gewaltiger Schuttmassen. Die Schurre verläuft durch dieses Geröllfeld und bei jedem
stärkeren Regenfall rutscht und "schurrt" das Geröll weiter talabwärts.
Der Wanderweg muß deshalb ständig gewartet werden.